Eine frisch gestrichene Fassade lebt zu großen Teilen von der Vorbereitung – die eigentliche Farbschicht ist oft der kleinste Teil der Arbeit. Wer diesen Schritt unterschätzt, riskiert Abplatzungen, Flecken oder eine Farbe, die schon nach ein bis zwei Jahren wieder stumpf aussieht. Hier ist, worauf es ankommt – vom Untergrund bis zum Materialbedarf.
Untergrund prüfen und vorbereiten
Vor jedem Anstrich steht die Kontrolle des Untergrunds: Ist der alte Putz oder die vorhandene Farbe noch tragfähig, oder löst sie sich bereits? Lose Bestandteile, Algenbefall und Verschmutzungen müssen entfernt werden, bevor es weitergeht. Bei stark saugenden, kreidenden oder geräuber Untergründen ist eine Grundierung wie Tiefengrund LF unverzichtbar – sie verfestigt die Oberfläche und sorgt für eine gleichmäßige Saugfähigkeit, damit die Farbe später nicht fleckig auftrocknet.
Betonflächen brauchen einen Haftvermittler
Auf glatten, wenig saugfähigen Untergründen wie Beton haftet Farbe oft schlecht. Hier kommt Betonkontakt ins Spiel: Er wird als Haftbrücke aufgetragen und schafft eine raue, griffige Oberfläche, auf der Putz oder Farbe zuverlässig haften – ein Schritt, der bei glatten Betonfassaden nicht übersprungen werden sollte.
Die richtige Fassadenfarbe wählen
Für den eigentlichen Anstrich hat sich Silikonharzfarbe wie Sigma Aqua Perl bewährt: Sie ist stark wasserabweisend, gleichzeitig aber hoch wasserdampfdurchlässig, sodass die Fassade weiterhin „atmen“ kann. Der integrierte Abperleffekt sorgt zusätzlich dafür, dass Regenwasser schnell abläuft, statt einzuziehen – ein wichtiger Faktor gegen Algen- und Pilzbefall.
Materialbedarf realistisch einschätzen
Der Verbrauch hängt stark von der Struktur des Untergrunds ab: Glatte Flächen benötigen deutlich weniger Farbe als grob strukturierter Putz, der zusätzliche Fläche in den Vertiefungen aufnimmt. Als grobe Orientierung gilt: lieber eine Gebindegröße mehr einplanen, als während des Anstrichs die Farbe zu wechseln – unterschiedliche Chargen können minimale Farbunterschiede aufweisen, die auf einer großen Fläche sichtbar werden.
Das passende Werkzeug
Für grob strukturierten Fassadenputz eignet sich eine Walze mit höherer Florhöhe, etwa die gepolsterte ProCOAT Fassaden-Farbwalze. Die Polsterung schont dabei Arm und Handgelenk bei längeren Streicharbeiten über Kopf oder auf dem Gerüst.
Kurz zusammengefasst
- Untergrund prüfen, lose Teile entfernen, ggf. reinigen
- Saugende Untergründe grundieren, glatten Beton mit Haftbrücke behandeln
- Silikonharzfarbe für Wasserabweisung bei gleichzeitiger Diffusionsoffenheit wählen
- Materialbedarf lieber großzügig kalkulieren, um Chargenunterschiede zu vermeiden
Mit dieser Vorbereitung hält der Fassadenanstrich deutlich länger und sieht auch nach Jahren noch gleichmäßig aus. Das komplette Sortiment an Fassadenfarben und Grundierungen finden Sie im FlexxStore.

