WDVS Fassadendämmung: Die wichtigsten Schritte im Überblick

Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist die häufigste Methode, um Fassaden nachträglich zu dämmen und den Energiebedarf eines Gebäudes spürbar zu senken. Der Aufbau folgt dabei immer der gleichen Grundlogik – unabhängig davon, ob am Ende eine Putz- oder eine Klinkeroptik entstehen soll. Hier der Ablauf Schritt für Schritt.

1. Untergrund vorbereiten

Der tragende Untergrund muss fest, sauber und tragfähig sein. Lose Altbeschichtungen, Algen oder Verschmutzungen werden entfernt. Bei stark saugenden oder kreidenden Untergründen sorgt eine Grundierung wie Tiefengrund LF dafür, dass die nachfolgenden Schichten sicher haften.

2. Dämmplatten kleben und dübeln

Die Dämmplatten – meist EPS oder Mineralwolle – werden mit einem Klebemörtel wie Basis Pro im Randwulst-Punkt-Verfahren vollflächig verklebt und im Verband versetzt angeordnet, damit keine durchgehenden Fugen entstehen. Nach dem Trocknen des Klebers werden die Platten zusätzlich mit Dübeln mechanisch gesichert, um die Windlast sicher aufzunehmen.

3. Armierungsschicht aufbringen

Auf die Dämmplatten wird eine Armierungsschicht aus Klebemörtel aufgetragen, in die ein Armierungsgewebe eingebettet wird. Dieses Gewebe nimmt Spannungen auf und verhindert Risse in der späteren Putzschicht. An Ecken, Fensterlaibungen und Übergängen kommen zusätzlich Anputzprofile zum Einsatz, die für saubere, gerade Kanten sorgen.

4. Grundierung vor dem Oberputz

Bevor der Oberputz aufgetragen wird, sorgt eine Putzgrundierung für eine gleichmäßige Saugfähigkeit des Untergrunds und verbessert die Haftung des Putzes. Dieser Schritt wird in der Praxis häufig übersprungen – zu Unrecht, denn ungleichmäßige Saugfähigkeit ist eine häufige Ursache für spätere Fleckenbildung im Putz.

5. Oberputz auftragen

Zum Abschluss wird der Oberputz in der gewünschten Körnung und Struktur aufgetragen – je nach gewünschter Optik als Kratz-, Reibe- oder Filzputz. Die Wahl der Körnung beeinflusst dabei sowohl die Optik als auch die spätere Verschmutzungsanfälligkeit der Fassade.

Kurz zusammengefasst

  • Untergrund prüfen und bei Bedarf grundieren
  • Dämmplatten kleben und dübeln
  • Armierungsschicht mit Gewebe einbetten, Profile an Kanten setzen
  • Putzgrundierung auftragen
  • Oberputz in gewünschter Struktur aufbringen

Wer diese Reihenfolge einhält und jeder Schicht ausreichend Trocknungszeit gibt, erhält ein WDVS, das über Jahrzehnte rissfrei und dicht bleibt. Passende Materialien für jeden Arbeitsschritt finden Sie im FlexxStore-Sortiment Fassadensysteme.

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